Design Thinking mal anders

Gestalten Sie Ihr Leben wie ein Designer

Wohin wandern Ihre Gedanken, wenn Sie den Begriff „Design“ hören? Vielen wird wohl als erstes das Wort „Fashion“ in den Sinn kommen – doch Design hat längst nicht mehr allein in der Modewelt seinen Platz. In vielen Unternehmen und Bildungseinrichtungen findet das Konzept des „Design Thinking“ Anwendung. Hier wird die Vorgehensweise der Designer nachgeahmt und in neue Themenbereiche integriert. Die innovative und kreative Vorgehensweise führt zu ganz neuen Sichtweisen und Ergebnissen und sollte daher auf alle Fälle auch für die Gestaltung des eigenen Lebens verwendet werden. Denn oft sind wir so sehr auf einen Weg fokussiert, dass wir nicht sehen, welche Pfade uns vielleicht noch viel mehr Zufriedenheit und Erfüllung bringen könnten.

Design Thinking

Design Thinking ist als systematischer Ansatz für das Lösen von komplexen Problemen zu verstehen. Ursprünglich wurde es von der kalifornischen Stanford-Universität vor allem als kundenorientierte technische Innovationsmethode verstanden. Eine Fragestellung wird zunächst intensiv aus der Sicht von späteren Nutzern analysiert. Aus diesem Datenmaterial werden passende Lösungsideen entwickelt, die als Prototypen möglichst schnell erprobt werden können. Sobald eine Lösung gefunden wird, die am besten funktioniert, wird sie konkretisiert und getestet, bevor die Umsetzungsreife erzielt wird.
Inspiriert von den Stanford-Professoren Evans und Burnett, die Design Thinking auf den Lebensbereich ihrer Studenten ausdehnten, haben wir eine leicht angepasste Version für all diejenigen Interessierten entwickelt, die ihr eigenes Arbeitsleben (neu) gestalten möchten. Zentral ist dabei der Gedanke der „radikalen Zusammenarbeit“. Ohne Austausch mit anderen geht es nicht.

Work Life Design

Unsere Workshopreihe „Work Life Design“ besteht aus vier Abenden über einen Zeitraum von drei Monaten, an denen die Teilnehmer individuelle Zukunftspläne mit konkreten Umsetzungsschritten und Testideen entwickeln. Zwei solche Workshop-Reihen haben wir bereits erfolgreich abgeschlossen, die dritte startet am 26. November 2018.
Der erste Workshop startet mit der Betrachtung der vergangenen und aktuellen Lebenslage. Die Teilnehmenden analysieren, wie sie zu ihren persönlichen Höhe- und Tiefpunkten gelangt sind. Sie beginnen mit ersten Überlegungen zu ihrem Zukunftsbild. Um sich auf dem Weg dorthin nicht zu verirren, ist ein Kompass notwendig. Probleme und Unzufriedenheit entstehen oft, weil sich die innere Haltung und die augenblickliche Tätigkeit nicht in Einklang befinden. Ziel ist es nun, beide Sichtweisen auf eine Linie zu bringen.

In einem zweiten Schritt beobachten die Teilnehmenden über einige Tage ihre alltäglichen Aktivitäten und notieren, wie engagiert sie diese angehen und wie viel Energie sie ihnen schenken. Anhand dessen lässt sich erkennen, an welchen Stellen Schwerpunkte für zukünftige Lebenspläne liegen könnten.

Spätestens jetzt wird es richtig kreativ und bunt!

Quantität ist zunächst wichtiger als die Qualität. In einem Mindmap wird alles gesammelt, was einem in den Sinn kommt. Um Hemmungen vor möglichen „schlechten“ Ideen abzubauen wird mit Post-its gearbeitet. Was nicht gefällt, kann einfach weggeworfen werden. Sobald man damit fertig ist, unterstützt die Gruppe mit weiteren Ideen. Die Team-Arbeit ist hier besonders förderlich, da über die Mitstreiter auch ungewöhnliche Ideen entstehen und vom Tunnelblick lösen können.
Nachdem in dieser Phase bisher divergent, also offen, unsystematisch und experimentierfreudig gedacht wurde, wird es jetzt an der Zeit, konkreter und konvergenter zu werden. Aus den zahlreichen Ideen, die beim Brainstormen gesammelt wurden, werden die Ansprechendsten ausgewählt. Die Fragestellung erscheint zunächst einschüchternd. Man solle sich vorstellen, wie das eigene Leben in fünf Jahren aussähe, sofern man diese Idee ernsthaft verfolgen würde. Sollte dieses Gedankenexperiment gelingen, schliesst sich die Ausformulierung mindestens eines Plans, im Idealfall sogar von drei optionalen Plänen, mitsamt notwendigen Umsetzungsschritten an.
In der letzten Phase geht es um die Entwicklung von Prototypen, um die Pläne zu testen. Die Prototypen sollen dabei helfen zu sehen, ob der Plan realistisch ist oder ob noch Veränderungspotenzial besteht. Falls Sie bemerken, dass Ihr Plan nicht aufgeht, machen Sie die notwendigen Anpassungen und erstellen einen neuen Prototyp, bis Sie den richtigen Weg für sich gefunden haben.

Interessiert?

Möchten auch Sie einen neuen Weg kennen lernen, um Ihre berufliche und private Zukunft zu gestalten? Suchen Sie den Austausch mit Gleichgesinnten, die etwas Neues wagen möchten? Melden Sie sich bei Lea Helfenstein unter l.helfenstein@skillsgarden.ch
Die Workshops finden jeweils in unseren Büroräumlichkeiten in Winterthur abends von 18 bis 21 Uhr statt. Die Termine unserer nächsten Workshopreihe:
Montag, 26. November 2018
Montag, 10. Dezember 2018
Dienstag, 8. Januar 2019
Montag, 4. Februar 2019
 Anmeldeschluss: 16. November 2018