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Skillsgarden AG
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Zielgerichtet zum Erfolg mit Objectives & Key Results (OKR)

Wie gehen Sie vor und auf welchen Ansatz stützen Sie sich bei Ihren Zielsetzungen? Wir von Skillsgarden haben uns im Team Gedanken zu unserem Jahr 2020 und der Perspektive für die nächsten drei Jahre gemacht. Dabei haben wir uns voll und ganz auf OKR gestützt: Objectives and Key Results. Klingt logisch, aber was verbirgt sich dahinter?

Die Wurzeln von OKR findet man bei Intel, wo Andrew Grove das System in Anlehnung an Managementmethoden wie MBO und SMART entwickelte. Bekannter wurde der Ansatz, als Google ihn 1999 für sich entdeckte und John Doerr1 2018 das Buch «OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen» geschrieben hat.

Die Methode ist so einfach wie genial. Sie unterscheidet qualitative Ziele und quantitative Key Results. Es steht somit also zuerst einmal auf Unternehmensebene die Frage im Fokus: Welches Ziel möchte ich erreichen? Und dieses Ziel muss nicht, wie in vielen anderen Zielvereinbarungsprozessen, SMART und messbar, sondern ambitioniert und nur bedingt konkret sein. Aus diesem Ziel leiten dann die einzelnen Bereiche ihre Ziele ab.

Key Results geben Antwort auf die Frage, wie das Ziel erreicht werden soll. Pro Quartal sollten maximal fünf Ziele mit jeweils nicht mehr als vier Key Results anstehen, damit keine Überforderung entsteht. Und das Gute daran: OKRs sind agil. Nicht erreichte OKRs werden nicht einfach von Quartal zu Quartal verschoben, wenn sie nicht erreicht werden. Alle drei Monate wird geschaut, was sich an den Rahmenbedingungen verändert hat, und das System wird neu kalibriert.

Weitere Vorteile von OKR

Die Ergebnisse stehen im Vordergrund. Bei OKR geht es nicht darum, was wir getan haben, sondern darum, welche Ergebnisse mit dem Gemachten erzielt wurden.
Zudem sind die Ziele und Key Results jederzeit und für alle einsehbar und transparent. So verstehen alle, was sie zum Gesamterfolg des Unternehmens beitragen, sind motivierter und es kann eine bessere Abstimmung erreicht werden, ohne dass Dinge von verschiedenen Mitarbeitenden doppelt gemacht werden.

OKR ist eine Methode für grosse Ziele, wo es nicht darum geht, sich ein bisschen zu verbessern. Die Visionen stehen zwar im Fokus, aber es geht nicht unbedingt darum, 100 % zu erreichen. In diesem Managementsystem gilt auch die Erreichung von 70 % als Erfolg. Die Methodik hilft dabei, auf die wichtigen Dinge fokussiert zu bleiben.

Wir von Skillsgarden sehen dem Jahr 2020 positiv entgegen. Für unsere drei Breakthrough-Projekte haben wir die OKRs bestimmt und je ein Team definiert, welche die Themen voranbringen sollen. Wir haben auch vorher schon mit Breakthrough-Projekten gearbeitet, aber oftmals waren es zu viele, die Ziele waren zu unklar und es gab wenig konkrete Messgrössen. Durch OKR haben wir mehr Fokus und mehr Transparenz. Und das fühlt sich gut an!

Wenn sie mehr über die Arbeitsweise mit OKR erfahren wollen, dann kontaktieren Sie uns oder lesen mehr im Buch OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen.

Autorin: Mirjam Ambühl

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Doerr, J. (2018) OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen. Vahlen

 

Agile Organisationen

Warum Agilität immer wichtiger wird

Dass wir in einer dynamischen, sich schnell ändernden und komplexen Umwelt leben, bestreitet heute niemand. Traditionell aufgestellte Unternehmen verhalten sich oft zu schwerfällig, um in einem solchen Umfeld mithalten zu können. Sie leiden oft unter ausufernder Bürokratie, starren Prozessen, Silodenken und Isolation im eigenen Fachbereich.

Die Herausforderungen, mit denen Menschen und Unternehmen heute konfrontiert sind, können wir in vier Bereiche unterteilen:

  1. Das Thema Industrie 4.0 umfasst die zunehmende Vernetzung und Kommunikation von Maschinen und Menschen, technische Assistenzsysteme und die selbständige Erledigung von Arbeiten durch digitale Hilfsmittel.
  2. Die globale Vernetzung führt plötzlich zu neuer Konkurrenz, die irgendwo auf der Welt angesiedelt sein kann und dank ausgeklügelter Lieferketten schneller und günstiger anbieten kann.
  3. Die zunehmende Umweltbelastung zwingt zum Umdenken. Organisationen müssen sich heute verstärkt um die soziale und ökologische Nachhaltigkeit kümmern.
  4. In den westlichen Industrieländern ist zudem die Generation Y ein wesentlicher Treiber des sozialen Wandels. Sie ist meist gut ausgebildet und intensiv mit Internet und mobiler Kommunikation verbunden. Ihre Forderungen: Arbeit soll Sinn stiften und mehr Freiraum sowie Selbstverwirklichung bieten.

Wie nun sehen erfolgreiche Wege aus, mit denen sich Unternehmen diesen Herausforderungen stellen können? Welche Innovationen über Produkte und Dienstleistungen hinaus sind nötig, um weltweit Schritt zu halten? Und vor allem, was bedeutet dies für die Art der Zusammenarbeit innerhalb moderner Organisationen?

Gefordert wird von allen flexibles Denken und schnelles, proaktives Handeln, sei es bei Projekten, in der Produktion oder im Management. Agilität ist der Überbegriff für diese Eigenschaften. Sie ermöglichen es, in einer Umgebung, in der Schnelligkeit zählt, gewinnbringend zu handeln. Eine für manche Menschen ungemein attraktive, für andere wiederum furchteinflössende Entwicklung.

Was zeichnet ein agiles Unternehmen aus und wie kann mehr Agilität erreicht werden?

Im Zentrum steht die Kundenorientierung. Kunden und ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen werden intensiv untersucht und in die eigenen Aktivitäten eingebunden. Produkte und Dienstleistungen werden damit laufend an Kundenbedürfnisse angepasst und optimiert.

Man verabschiedet sich von starren Vorgaben und setzt stattdessen auf übergreifende, sinnstiftende Ziele und Ideen. Sie stellen z. B. benutzerfreundliche und umweltschonende Produkte in den Fokus. Dies erlaubt zudem einen grösseren Spielraum in der konkreten Zielverfolgung.

Lösungen werden nicht durch Nachdenken im stillen Kämmerlein, sondern durch schrittweise Exploration gefunden. So kann der Zeitaufwand für Planung und Umsetzung wesentlich verringert werden. Kunden erhalten Produkte und Dienstleistungen nach kurzer Zeit. Aus jedem Schritt resultieren wichtige Beobachtungen und Lernerfahrungen, die kontinuierliche Verbesserungen ermöglichen.

Weiter sind agile Organisationen geprägt von selbstorganisierten Netzwerken anstatt von starren Hierarchien. Selbstorganisation und Selbstverantwortung gelten sowohl für die eigenen Aufgaben als auch für das Arbeitsergebnis jedes Teams. Die Teams teilen Aufgaben entsprechend der individuellen Vorlieben und Kompetenzen auf. So können Entscheidungen viel schneller getroffen und Projekte vorangetrieben werden.

Die Kultur in solchen Organisationen ist von offener, reger Kommunikation, gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Informationen sind für alle vollständig zugänglich. Zudem werden Fehler offen und konstruktiv angesprochen. Dies erlaubt einen stärkeren Austausch über die ganze Organisation, welcher eine gegenseitige Befruchtung ermöglicht.

Für manche hören sich solche Beschreibungen märchenhaft an. Sie sind allerdings bereits mehrfach Realität und finden mehr und mehr Nachahmer.

Wie kann der Weg zu mehr Agilität gelingen?

Für eine erfolgreiche Transformation in Richtung selbstorganisierte Zusammenarbeit sind zunächst eine gemeinsame Absicht, Flexibilität und Freude an der aktiven Mitgestaltung bei allen Mitarbeitern wichtige Grundvoraussetzungen.

Hilfreiche Regeln und effiziente Rituale, die von allen eingeübt und verinnerlicht wurden, sind ebenso notwendig. Ansonsten begibt man sich schnell in Gefahr von mangelnder Koordination. Zudem braucht es einfache, anwendbare Werkzeuge wie z. B. SCRUM oder Organisationsformen wie Holacracy. Diese bilden dann den Rahmen, um Agilität in der Praxis umzusetzen. Auf jeden Fall müssen Fähigkeiten zur Selbstorganisation bei allen Beteiligten gezielt trainiert werden.

Um den Schritt in diese völlig neue Arbeitsweise zu schaffen, benötigt man zwingend eine Kultur der psychologischen Sicherheit. In dieser wird ein Umfeld geschaffen, welches eine aktive Beteiligung aller ermöglicht. Es wird sichergestellt, dass Meinungen und neue Ideen erwünscht sind. Ein offener Austausch wird zur Regel. Zudem gelingt es in dieser Kultur, dass Fehler nicht nur akzeptiert, sondern darüber hinaus als Lernchance gesehen werden. Die Angst, etwas Falsches zu tun oder zu sagen, gehört der Vergangenheit an. Durch eine von Vertrauen geprägte Kultur wird den Mitarbeitern Raum gegeben, um eigeninitiativ zu handeln.

Die Skillsgarden AG hilft Ihrem Unternehmen nicht nur durch die Förderung psychologischer Sicherheit, sondern auch gezielt, wenn es um die Entwicklung neuer, kundenorientierter Produkte und Dienstleistungen geht. Mit dem Ansatz des Design Thinking werden in einem innovativen Umfeld neue Produkte und Dienstleistungen nahe am Kunden entwickelt. Es setzt sich die Einsicht durch, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem kreativitätsfördernden Umfeld zusammenarbeiten. Sie sind erfolgreicher, wenn sie gemeinsam Fragestellungen entwickeln, die Bedürfnisse und Wünsche der Nutzer berücksichtigen und Lösungen entwickeln, die mehrfach geprüft werden.

Anstösse und Unterstützung für Ihre Schritte zu mehr Agilität können Sie von Skillsgarden erhalten. Sprechen Sie mit uns über Ihre spezifischen Bedürfnisse. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

Autorin: Lea Helfenstein